Mittwoch, 2. August 2017

Viel zu selten von der Seele zeichnen // birds of a feather flock together

In letzter Zeit zeichne ich zu wenig, weil ich aufgrund der anstehenden Buchveröffentlichungen einfach keine Zeit dazu finde. Dabei ist das nächtliche Zeichnen für mich eine wichtige Form der Gedankensortierung, denn es beruhigt und inspiriert mich immer dann, wenn ich in einem Text oder Alltagsproblem nicht weiterkomme. Dieses Kreativ-Kanal übergreifende Arbeiten verschafft mir meist einen Fokus, fördert den gedanklichen Transfer und führt zu unkonventionellen und effektiven Lösungswegen für Blockaden sämtlicher Art.

Die Geschichte zu diesem spontanen Bild ist (neben dem Zeichen-Battle mit Jessica Iser) ein weiteres Buch, eine Auskopplung zu Lucs Tagebüchern. Sie wird nächstes Jahr um diese Zeit veröffentlicht und besteht aus Kurzgeschichten, die sämtliche Protagonisten des Luc-Kosmos zu unterschiedlichen Zeitpunkten erzählen. Dies wird das vierte Buch der Reihe rund um Luc und Inga und ist mit 200 Seiten beinahe fertig. Lucs Bruder Silas und Kraniche spielen darin eine zentrale Rolle. 

Ursprünglich wollte ich eine andere Idee mit Kohle, Tusche und Copic umsetzen, stellte beim Zeichnen aber fest, dass das Bild etwas anderes werden will. Meine rothaarige Protagonistin Véronique war heute gar nicht eingeplant, hat sich still und heimlich in meine Vorstellung eingeschlichen. Die Auskopplung beschäftigt mich derzeit häufig, da sie kurz vor der Fertigstellung steht. Dass ich Véro heute thematisch auf die Auskopplung bezogen visualisiert habe, mag mit unter daran liegen, dass ich die neuen roten und braunen Graphitstifte probiert habe, die ich meiner Kollegin Wiebke verdanke. Ihr möchte ich das DIN A2 große Bild auch widmen.


Tusche, Copic, Kohle, Bleistift, Graphit 190g Papier DIN A2

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