Dienstag, 17. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017 // Ein kurzes Nachwort

Kaum hat sie begonnen, ist sie auch schon wieder vorbei: die diesjährige Buchmesse in Frankfurt. Für mich war sie um einiges anstrengender als im letzten Jahr, was in erster Linie daran gelegen hat, dass Julia von Rein-Hrubesch und ich als Herausgeberinnen der Anthologie Sehnsuchtsfluchten am Stand unseres Verlages Twentysix ein Treffen veranstaltet haben. Demnach mussten wir unsere Autorinnen und Autoren zusammentrommeln, Schlafmöglichkeiten und Tagesabläufe für einige davon koordinieren. Im Großen und Ganzen hat das auch ganz gut funktioniert, es war mir für meinen Geschmack nur einfach viel zu voll. Es fällt mir schwer, die vier Tage spektakulär erzählenswert zusammenzufassen, zumal ich dort viel Berufliches zu erledigen hatte und die Messe bezüglich der Diskussion um den politischen Zwischenfall ambivalente Gefühle hinterlässt. Eines möchte ich jedoch ganz klar sagen:

Ich bedanke mich von Herzen bei meinen Kollegen, unseren Lesern und den vielen wundervollen Leuten, die zu einem angenehmen Miteinander beigetragen haben. Hoffentlich wird die nächste Messe wieder entspannter und die politischen Konflikte finden eine konstruktive Lösung. Ich finde, eine Gesellschaft braucht den (literarischen) Diskurs und Bücher; Worte sind Basis sowie Projektionsfläche sozialer Interaktion und Entwicklung. Gerade in Zeiten wie diesen ist Sprache in Schriftform wichtig, denn sie verweilt nachhaltiger als ein flüchtig dahingesagter Satz, der Missverständnisse verursachen kann. Durch das Aufschreiben von Gedanken schaffen wir Struktur, die dazu führen kann, dass sich unterschiedliche Ansichten auf einen tragfähigen Kompromiss leiten lassen, von dem wir alle profitieren könnten. Bildung und Diskussion sind wichtig, ich hoffe von Herzen, nicht erleben zu müssen, was meine Oma erlebt hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen